Pädagogisches Boxen (PäBo) im Praxistest: Ein voller Erfolg an Nürnberger Schulen (Autor Falk Wisinger)

Veröffentlicht am 6. August 2026 um 11:06

Vor wenigen Wochen war ich mit meinem neuen Format „Pädagogisches Boxen“ (PäBo) an zwei Schulen in Nürnberg unterwegs: der Adalbert-Stifter-Schule (ASS) und der BertoltBrecht-Schule – Eliteschule des Sports (BBS).

An der Adalbert-Stifter-Schule war PäBo direkt in den regulären Sportunterricht integriert. Ermöglicht wurde dies im Rahmen des sogenannten Startchancen-Programms (SCP). In insgesamt sechs 90-minütigen Sessions hatte ich die Gelegenheit, intensiv mit insgesamt 25 Jungen aus zwei achten Klassen zu arbeiten.

An der Bertolt-Brecht-Schule durfte ich das Konzept in einem anderen Rahmen vorstellen. Hier fanden zwei 90-minütige Workshops statt, an denen 24 Jungen und Mädchen einer 8. Klasse gemeinsam teilnahmen. Eingebunden war das Projekt in das schulische Konzept „Alltagskompetenzen – Schule fürs Leben“.

Was ist Pädagogisches Boxen (PäBo)?

Pädagogisches Boxen verbindet körperliches Training gezielt mit pädagogischen Inhalten. Es unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt die sozialen sowie emotionalen Kompetenzen der Jugendlichen. Das Format holt die Schülerinnen und Schüler direkt in ihrer Lebenswelt ab, da Boxen als hoch motivierend und „cool“ erlebt wird.

Im Mittelpunkt steht ein faires und respektvolles Miteinander – nicht das Kämpfen gegeneinander. Auf spielerische und niedrigschwellige Weise erlernen die Teilnehmenden die grundlegenden Bewegungsformen des Boxsports. Dabei entstehen geschützte Räume für körperliches Auspowern, Stressabbau und positive Selbstwirksamkeitserfahrungen.

Gefördert werden unter anderem:

• Fokussierung und Konzentration

• Selbstvertrauen und Selbstsicherheit

• Freude an der Bewegung

• Teamgeist und gegenseitige Rücksichtnahme

Ein konstruktives Ventil für Emotionen

PäBo hilft dabei, innere Anspannung effektiv abzubauen und die Aufmerksamkeit vollständig ins Hier und Jetzt zu lenken. Es bietet den Jugendlichen ein konstruktives Ventil, um mit Emotionen wie Frust, Wut oder Unsicherheit umzugehen. Gleichzeitig stärkt das Training die körperliche Fitness in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Haltung und Koordination.

Die Übungen werden je nach pädagogischer Zielsetzung ausgewählt – beispielsweise als Fokus-, Power- oder Rhythmus-Boxen. Trainiert wird im Schattenboxen, in der Partnerarbeit oder an Trainingsgeräten. Zum professionellen Einsatz kommen dabei Boxhandschuhe, Pratzen, Schlagpolster sowie Medizinbälle.

Rahmenbedingungen und Zielgruppe

PäBo richtet sich an Jugendliche ab 10 Jahren und spricht Mädchen sowie Jungen gleichermaßen an. Da keine Vorerfahrungen erforderlich sind, ist das Format für jedes Fitnesslevel geeignet. Das benötigte Equipment ist vollkommen mobil und wird komplett bereitgestellt. Die Durchführung ist unkompliziert vor Ort in jedem ausreichend großen Übungsraum möglich. Eine typische Session dauert zwischen 60 und 90 Minuten und gliedert sich in vier feste Phasen: • Warm-up: Begrüßung und Erwärmung (10–15 Minuten) • Hauptteil: Boxpädagogische Praxisübungen (30–45 Minuten) • Cool-down: Achtsamkeits- und Atemübungen (10–15 Minuten) • Reflexion: Abschließende Gesprächsrunde zur Vertiefung der Erfahrungen durch gezielte Fragen wie „Was ist gut gelaufen?“ oder „Was nehme ich mit in meinen Alltag?“ (10–15 Minuten)

Fazit aus der Praxis

Die Schülerinnen und Schüler waren an beiden Nürnberger Schulen mit enormer Begeisterung, großer Offenheit und vollem Einsatz dabei. Die durchweg positiven Rückmeldungen zeigen einmal mehr, wie wirkungsvoll das Boxen als pädagogisches Werkzeug im Schulalltag sein kann, um junge Menschen nachhaltig in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken.

Falk Wisinger Coaching & Training

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Mental Coach | dvct-zertifizierter Systemischer Coach | Diplom-Boxtherapeut | DOSBBoxtrainer Leistungssport

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